Workshop: Arbeitspotenziale erschließen

Arbeitsuchende aus dem Nachbarland erreichen und diese gezielt für mein Unternehmen gewinnen – nur wie? In einem Workshop diskutierten Berater des GrensWerk im September diese Frage mit niederländischen Arbeitgebern im Wirtschaftszentrum Gronau. Herausgearbeitet wurden Unterschiede in der Ansprache von Bewerberinnen und Bewerbern: Deutsche Arbeitgeber nutzen demnach neben klassischen Medien wie Tageszeitungen und Fachzeitschriften das Karriereportal XING, um geeignete Interessentinnen und Interessenten anzusprechen. In den Niederlanden besitzt LinkedIn eine höhere Bedeutung bei der Kandidatensuche.

„In diesem Zusammenhang ist es von Bedeutung jeweils relevante Medien aus dem Nachbarland für sich zu nutzen, um geeignete Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen“ sagt GrensWerk-Berater Christian Heinzel. „Niederländische Arbeitgeber benötigen andere Informationen und Dokumente von Ihren Bewerberinnen und Bewerbern als deutsche Firmen“ ergänzt sein Kollege Ben Kwast. So spielten kompetenzbezogene Referenzen in den Niederlanden eine viel größere Rolle als in Deutschland. Dort gehe es viel „formeller“ zu, ein gutes Arbeitszeugnis gebe oftmals den Ausschlag. Auf kulturelle Besonderheiten und Unterschiede in den beiden Ländern wies Alexandra Koch von Training & Vertaling aus Enschede hin. Dies gelte es bei der Bewerberansprache zu berücksichtigen.

Weitgehend Übereinstimmung herrschte dagegen bei der Frage, was deutsche und niederländische Arbeitsuchende an einem Arbeitgeber schätzen: ein gutes Arbeitsklima, Flexibilität, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein gutes Image.